Goldrausch in Alaska
Sprecher, Infos und Hörermeinungen
Regie: Heikedine Körting Hörspiel von H.G. Francis Jahr: 1978 • Spielzeit: 19'00" / 19'10" Die Besetzung ist sehr gut mit bekannten "EUROPA" Sprechern wie Oliver Rohrbeck als Waisenkind Sammy Wayer und Andreas von der Meden als Indianer Peta-Kuta ausgestattet. Einzigartig und wunderschön ist die Musik. Man hört, stimmungsvoll in Szene gesetzt, eine langsam spielende Mundharmonika. Dazu gibt es in vielen Szenen Wolfsgeheul und tobenden Wind zu hören. Zusammen ergibt das eine spannende Goldgräber-Atmosphäre. Beim Hören des Mundharmonika Spiels bin ich für Rührung fast geschmolzen, so schön ist es anzuhören. Man gerät beim Hören sogar ein bißchen in das mitreisende Goldgräber Fieber, was in dem Städtchen am Klondike Fluß, Alaska um 1900 herrscht. Eine Szene hat mir ganz besonders gut gefallen. Als der verbitterte Arzt (gesprochen von Hans Paetsch!) dem angeschossenen Tom Faulkner eine Kugel entfernt, passiert folgendes: zuerst spricht der Doktor darüber, dass er keinesfalls dem Goldrausch verfallen sei. Seine Praxis ist seine Goldgrube. Es gibt viele Menschen, die täglich zu ihm kommen und verletzt sind, weil sie sich gestritten haben oder einen Kampf hatten. Plötzlich stürmt ein Man in die Praxis und ruft lauthals: "Gold, ich habe Gold am Klondike gefunden!" Sofort sagt der Doktor: "Da gehe ich jetzt sofort hin, um meinen Anteil zu sichern!" und verschwindet schnell aus der Tür der Praxis. Erstaunt und aufgeregt unterhalten sich nun Tom Faulkner und sein Freund, der Indianer Peta-Kuta über das seltsame Verhalten des Doktors. Dem Schurken Fairman gehört ein Bär, und gegen Ende des Hörspiels kommt es zu einem Kampf zwischen Wolf (der gehört dem Indianer Peta-Kuta) und Bär. Dieser Kampf ist herrlich in Szene gesetzt worden, und man bekommt den Eindruck als ob man LIVE dabei ist.
Sehr spannend ist die Geschichte des Hörspiels. Wird der Waisenjunge Sammy Wayer jemals seine gestohlenen Papiere und Geburtsurkunde wiederfinden? Sammy braucht diese Papiere dringend, um vor dem Captain/Sherrif der Goldgräberstadt beweisen zu können, dass er wirklich Sammy Wayer ist und so heißt. Wenn er das beweisen kann, dann ist er rechtmäßiger Besitzer einer Goldmine, die zur Ausschreibung bereit steht und die sich der Gauner Fairman versucht unter den Nagel zu reißen. Dieses wollen Sammy Wayer in Zusammenarbeit mit seinen treuen Freunden und Gefährten Peta-Kuta und Tom Faulkner verhindern. Wird ihnen das gelingen?
Der Anfang des Hörspiels ist richtig traurig gemacht. Da stirbt der Vater von Sam: John Wayer in den Armen des Indianers Peta-Kuta. Er wurde von einem aus der Bande des Schurken Fairman´s erschossen. Peta-Kuta will noch die Kugel aus John Wayer herausholen; aber der meint, dass es dafür schon zu spät sei, und stirbt schließlich.
Die Szene,
in der Waisenjunge Sam Wayer vor den Wölfen flieht, ist besonders spannend gemacht. Sein Freund Tom Faulkner und der Junge sitzen beide auf einem Baum weil sie Schüsse gehört haben, die von der Fairman Bande kommen. Tom Faulkner wurde angeschossen und Sam will nun Hilfe aus der Stadt holen. Die Schüsse der Fairman Bande sind nun nicht mehr zu hören, und die Bande hat sich verzogen. Faulkner warnt Sam vor den Wölfen. Sam meint, dass die Wölfe die Menschen nicht angreifen und läuft in Richtung der Stadt. Plötzlich ertönt lautes, klägliches, beinahe wehmütiges Wolfsgeheul. Sam hört gleichzeitig die Stimme vom Indianer Peta-Kuta, und es fällt ein Schuß. Somit rettet Peta-Kuta den Jungen Sam vor den Wölfen.
In vielen Szenen hört man Schneesturm und Schneegestöber sowie Tritte, die im Schnee knatschen. Dadurch entsteht eine unheimliche Atmosphäre, und wenn man während des Hörens im Warmen und Trockenen sitzt oder liegt, kommt ein gemütliches Gefühl auf.
In meiner Phantasie sind Bilder von einer Goldgräber Stadt und einer total verschneiten Landschaft entstanden.
Ich kann: "Goldrausch in Alaska" jedem Hörer wärmstens empfehlen, der gerne Abenteuer-Hörspiele hört. Aber auch wer gerne Western und Karl May Hörspiele hört, wird viel Freude an diesem Hörspiel haben. |