Reise zum Mittelpunkt der Erde

von Heikedine Körting / H.G. Francis

H.G. Francis Interview

Sprecher, Infos und Hörermeinungen

Zunächst finde ich die Besetzung ausgezeichnet. Klaus Schwarzkopf als Professor Lidenbrock und Lutz Mackensy als Hans, ein Isländer.

Besonders gut gefällt mir die Szene, in der Hans Wasser gefunden hat und das so mitteilt: "Watem, Watem!" Daraufhin sagt Klaus Schwarzkopf: "Ja Wasser Hans hat endlich Wasser gefunden." Die Art und Weise, wie Hans das Wort "Watem" ausspricht, klingt sehr nett und hat einen leichten ironischen Unterton, und das in der fast lebensgefährlichen Situation in der sich die Forscher Truppe befindet!

Die Geschichte ist spannend umgesetzt worden, und die Geräusche unterstützen die unheimliche Atmosphäre des Hörspiels. Es gibt sogar leicht "augenzwinkernde" Dialoge in dem Hörspiel, und die Musik ist sehr gut und klassisch.

So richtig spannend ist auch die Szene gegen Ende der ersten Kassetten Seite, in der sich Axel, der Assistent von Professor Lidenbrock, in der unterirdischen Höhle verirrt. Nur durch lautes Rufen, das in einem Echo von den Wänden widerschallt, finden die beiden schließlich wieder zueinander.

Beim Hören habe ich viel Freude gehabt, und man kann sich dabei sehr gut unterirdische Gänge vorstellen, in denen man umherirrt und wandelt.

Zu Beginn des Hörspiels wird der Hörer Ohrenzeuge von den Vorbereitungen zum Start der Reise zum Mittelpunkt der Erde. Dieser Dialog zwischen Professor Lidenbrock und Axel, seinem Assistenten, baut sich richtig langsam auf und wird immer interessanter je länger man zuhört und je länger die Vorbereitungen besprochen werden. Das gibt einen guten Vorgeschmack auf all die Abenteuer, die das Forscherteam unter der Erde erleben werden.

Die phantastische, unterirdische Welt der Erde wird bildhaft beschrieben, und der Hörer kann sich beim Hören ein Bild von der Welt unter der Erde machen. Vor meinem Geistigen Auge entstand beim Hören eine phantastische Welt mit vielen Gängen und einem großen See. Diese bildhafte Umsetzung gelingt dem Hörspiel wirklich sehr gut, und der Hörer befindet sich bald in einer phantastischen "Unter der Erde-Welt", die mich richtig in seinen Bann gezogen und fasziniert hat.

Beim Zweiten Hören des Hörspiels sind mir viele kleine Details aufgefallen, die man beim ersten Hören nicht so ohne weiteres gleich mitbekommt. Zum Beispiel einige Sätze aus dem langen anfänglichen Dialog zwischen Professor Lidenbrock und Axel. Es lohnt sich also das Hörspiel mehrmals zu Hören, da man immer wieder Neues entdecken kann.

Teilweise wurde ich bei den Dialogen in eine richtige gemütliche Stimmung versetzt, gerade auch dort, wo Klaus Schwarzkopf spricht, weil mich seine Stimme immer wieder neu verzaubert.

Leider hat das Hörspiel nur eine Spielzeit von ca. siebenunddreißig Minuten, aber es ist wirklich genial gemacht, und ich kann es jedem Jules-Verne-Fan, der auch gerne Hörspiele hört, empfehlen. Es ist aber auch gut geeignet für alle Hörer die gerne Abenteuer-Hörspiele aller Art mögen.

Das Hörspiel ist aus dem Jahre 1978 und gehört mit zu den EUROPA Klassikern. Ich habe es vor ca. 12 Jahren als Jugendlicher zum ersten Mal gehört und dieses Jahr wieder neu entdeckt und noch einmal gehört. Dabei kamen mir angenehme Erinnerungen an die Zeit hoch, als ich es zum ersten Mal gehört hatte.